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Die letzten Grußworte von Fritz Handrow aus dem Amtsblatt
Amtsblatt Kolkwitz, November 2017
Werte Einwohner,

sie ist vom Tisch, die Kreisgebietsreform. Zunächst, denn die Landesspitze ist ja von der Richtigkeit überzeugt. Über die Begründung kann man aber nur staunen, der Bevölkerungsfrieden soll erhalten bleiben. Der Gegenwind für diese Reform wird mit emotionalem Verhalten der Bevölkerung begründet, welche Fehleinschätzung. Oberbürgermeister, Landräte, hauptamtliche Bürgermeister, Amtsdirektoren, der Städte- und Gemeindebund und der Landkreistag haben diese Reform abgelehnt und das parteiübergreifend. Den Regierungsverantwortlichen entgeht dabei offensichtlich völlig, dass es hier um verantwortliche und teilweise gestandene Politiker geht, die nicht aus emotionalen Gründen, sondern mit Sachverstand und aus Verantwortung gegen diese Kreisgebietsreform protestiert haben. Diese Reform war einfach schlecht gemacht. Fast alle seit über 2 Jahren aufgeworfenen Fragen und Probleme blieben unbeantwortet, entgegen aller Zusagen. Es war schon ein Stück Arroganz, als man vor reichlich einem Jahr die 130.000 Unterschriften der Bevölkerung auf ihre rechtliche Zulässigkeit prüfen wollte oder vielleicht auch geprüft hat. Es war ein Aufbegehren aus dem Volk und der derzeitige Stand der Unterschriftensammlung bestätigt das. Hört man überhaupt nicht mehr auf Volkes Stimme? Entgegen ursprünglicher Reformpläne wurde, allerdings fast nur im berlinnahen Raum, ein Zugeständnis nach dem anderen zu Änderungen gemacht. Warum wurden berechtigte fachliche Forderungen und aufgeworfene Probleme ignoriert? Ich bezweifle, dass die Reformgedanken gänzlich vom Tisch sind. Die Pläne für eine Gemeindegebietsreform ab 2019 liegen nach wie vor auf dem Tisch. Die jetzt vom Ministerpräsidenten gemachten Angebote geben Anlass zur Hoffnung, bei allen Reformen die kommunale Familie der Kreise und Kommunen mitzunehmen. Allerdings muss  man sagen, dass diese von der Landesregierung gemachten Angebote fast ausschließlich auf Vorschlägen der Städte, Gemeinden, Kreise und ihrer Vereinigungen basieren. Man kann sich freuen, wenn damit eine künftige gemeinsame Gestaltung unseres Landes einhergeht. Oder ist es der Anfang des Wahlkampfes für die in eineinhalb Jahren stattfindende Landtagswahl? Ich möchte erinnern: Vor der letzten Landtagswahl wurde den kreisfreien Städten der Bestand der weiteren Kreisfreiheit garantiert. 3 Monate nach der Wahl war dann alles anders.

Wenn man sieht, welche Rolle der berlinferne und ländliche Raum in der Landesplanung spielt, veranlasst das schon zum Nachdenken. Die Probleme, die unsere Gemeinde betreffen, wie Bahnhöfe, Schule und Wohnungsbau, sind nur einige Beispiele dafür. Unsere Ideen zu Problemlösungen, Vorschläge und Lösungsansätze werden ignoriert, abgelehnt oder durch fragwürdige Erklärungen und der Ausweisung vermeintlicher neuer Hindernisse auf die lange Bank geschoben. Für die Gemeinde gute Lösungen zu schaffen, ist ein harter Kampf geworden.

Doch es gibt auch positive Dinge. Die letzten Beschlüsse der Gemeindevertretung sind Zeugnis dafür. Der Ausbau und die Erweiterung von zunächst drei Kindereinrichtungen sind Beispiel dafür.

Was passiert da in der Bürgerinitiative Krieschow gegen die Erweiterung des Rinderbestandes. Ich habe mich dazu schon geäußert. Jeder darf dazu seine eigene Meinung haben. Man soll doch aber nicht versuchen, den Gemeindevertretern den Schwarzen Peter zuzuschieben. Es laufen zwei Verfahren. Das eine ist die Vergrößerung des Tierbestandes. Diese geht an der Gemeinde genehmigungsrechtlich völlig vorbei. Das zweite Verfahren, die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Erweiterung der Biogasanlage, liegt bei der Gemeindevertretung. Die Vertreter wollen damit erreichen, dass ein großer Teil der Gülle in dieser Anlage abgebaut wird. Selbstverständlich gibt es dazu auch eine rechtliche Prüfung durch  die verschiedenen Behörden und die Vorschriften in Deutschland haben es da in sich. Damit kann aber die Geruchsbelästigung reduziert werden. Die Gemeinde hätte dem Bauantrag nicht zustimmen müssen. Dann wäre die Alternative die Sammlung der Gülle in großen Sammelbehältern und die Ausbringung sämtlicher Fäkalien auf den Feldern. Auch das wäre rechtlich zulässig. Warum hat ein Sprecher der Bürgerinitiative, der sich die Information zur Rechtslage beim Landesamt eingeholt hat, eigentlich nicht seine Mitstreiter informiert? Es wäre viel Ärgernis und Unmut erspart geblieben. Auch die Gemeinde hat sich an geltendes Recht zu halten. Will jemand daran etwas ändern, muss er seine Forderungen beim Umweltministerium vorbringen, um ein Gesetz zu ändern.

Morgen ist Totensonntag. Ein Tag, den man im Gedenken an seine verstorbenen Angehörigen, Freunde und Bekannte gestalten sollte. Ein Tag, der auch so fortgeführt werden sollte. Das hat etwas mit Ethik, langjähriger Kultur und Menschlichkeit zu tun. Besonders junge Menschen sind sich dem immer weniger bewusst. Dazu darf auch ein Besuch auf dem Friedhof und der entsprechenden Andachten gehören.
Ja und dann beginnt auch schon die Adventszeit, eine Zeit auf die sich viele freuen, um zur Ruhe zu kommen. Aber was machen wir daraus? Eher bestimmen eine Vielzahl von lustigen Weihnachtsfeiern und hektisches Einkaufsgewimmel den Advent.
Einladen möchte ich Sie am Samstag vor dem 1. Advent zum jährlichen gemeindlichen Wichtelmarkt. Viel Freude hat diese Veranstaltung in den letzten Jahren gemacht.

Ein schönes Wochenende und eine besinnliche Adventszeit wünscht
Ihr Bürgermeister
Fritz Handrow





Amtsblatt Kolkwitz, September 2017

Werte Einwohner,

Die Wahl 2017 ist Geschichte, auch die Bürgermeisterwahl. Es gab ein äußerst knappes Ergebnis, aber das ist egal. Wir haben ein demokratisches Wahlergebnis.

Mein Glückwunsch gilt dem Sieger der Bürgermeisterwahl Herrn Karsten Schreiber.
Viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei der Führung der Gemeinde.

Kommentieren will ich die Wahlergebnisse an dieser Stelle nicht, weder vom Bund, noch von der Gemeinde. Da haben sich genügend Leute im Fernsehen, Funk und anderen Medien mit Meinungen und vermeintlichen Wissen artikuliert.
Es ist überhaupt eine beängstigende Entwicklung, dass es immer mehr Leute gibt, die der Meinung sind, sie haben das alleinige Wissen, wie es wirklich ist. So profilieren sich immer mehr „Persönlichkeiten?“, die zwar nirgendwo Verantwortung übernehmen, von denen aber eine allgemeine Meinungsbildung beeinflusst wird. So lange Negativmeldungen und „alles Schlechtmachen“ die höchsten Einschaltquoten erreicht und die meisten Zugriffe verzeichnet, wird sich daran auch nichts ändern. Machen Sie sich doch mal die Mühe und vergleichen Sie die Sendezeiten der negativen und positiven Berichterstattungen. Da bleibt für positives und freudiges Denken und Wohlbefinden wenig Raum. Selbst die Unterhaltungsbranche hat sich fast gänzlich von Sendungen bzw. Filmen bei denen man noch herzlich lachen konnte, verabschiedet. Ab 15.00 Uhr, das ist für Kinder ganz wichtig, manchmal auch noch eher, kann man mit Sicherheit eine Sendung mit Mord und Totschlag ansehen. Vielleicht bleibt den Fernsehsendern auch gar nichts anderes übrig, um Einschaltquoten zu erzielen. Andere Medien bieten das Alles ohnehin durchgängig und noch etwas „schärfer“ an. Da gibt es nicht einmal den Hinweis „Für Jugendliche unter x-Jahren nicht geeignet“.
Warum lassen wir uns eigentlich in so einen Bereich hineindrängen? Wir (oder viele) sind doch gar nicht so. Vor kurzem habe ich mich an dieser Stelle über die lobenswerte und erfreuliche Tätigkeit der vielen ehrenamtlich Tätigen geäußert. Warum bekommen diese Menschen kaum Aufmerksamkeit in den Medien. Was spielt sich da eigentlich in unseren Köpfen ab? Da hat kürzlich eine Parteigruppe unserer Gemeinde von ihren Einnahmen aus einem Kuchen-, Kaffee- und Bowlestand einen Dankeschönabend mit Essen, Getränken und Bowling für ehrenamtliche Betreuer, Übungsleiter und Ausbilder von Tanzgruppen bis zur Feuerwehr veranstaltet. Da gab es Absagen mit der Begründung, dass man an politisch motivierten Veranstaltungen nicht teilnimmt und das Ganze noch, ohne die eigentlich Eingeladenen überhaupt zu fragen. Übrigens können Sie die Gäste dieses Abends fragen, wie politisch die Veranstaltung war. Statt selbst etwas zu organisieren, was uns voran bringt, wird das, was andere machen, negiert. Eine traurige und auch bedenkliche Entwicklung. Danke meinerseits für diese Idee und die wohl gelungene Veranstaltung.
Eine Information möchte ich noch an unsere Unternehmer weitergeben. Der Spree-Neiße-Kreis versucht seit geraumer Zeit eine Partnerschaftsbeziehung zu einer Region um die russische Stadt Kursk aufzubauen. Um das Ganze auch wirtschaftlich zu untermauern, werden interessierte Firmen gesucht, die sich vorstellen können in dieser Richtung in den unterschiedlichsten Modellen tätig zu werden. Wer also Interesse hat, beim Bürgermeister melden. Ich werde dann mit den jeweils zuständigen Stellen die Verbindung herstellen und Sie selbst können dann entscheiden, ob das etwas für Sie ist oder nicht.
Abschließend noch ein paar Hinweise zu unserem größten und neben dem Wichtelmarkt fast einzigen Gemeindefest, den 3. Oktober. In Erinnerung bringen möchte ich an dieser Stelle schon, dass unser Oktoberfest dem Tag der Einheit gewidmet ist und recht wenig mit München zu tun haben sollte, was aber nicht mehr zu verhindern ist. Ich will aber trotzdem sagen, Sie müssen also nicht Dirndl oder Lederhose tragen. Gefeiert wird in diesem Jahr über insgesamt 4 Tage. Genaueres dazu können Sie dem Programm in diesem Blatt entnehmen.
Letztlich bedanke ich mich bei allen Wahlhelfern, die auf Grund der Doppelwahl alle Hände voll zu tun hatten. Die bis auf wenige Ausnahmen schnell vorliegenden Ergebnisse zeigen aber auch, die inzwischen erreichte Qualität der Wahlhelfer, auch im Zusammenhang mit der immer besser werdenden zur Verfügung stehenden Technik.
Ich freue mich auf Sie beim Oktoberfest und wünsche Ihnen angenehme Stunden.
Nichts verpassen – heute Abend geht es schon los!

Ein schönes langes Wochenende
wünscht Ihr Bürgermeister
Fritz Handrow



Seite 32, Amtsblatt Kolkwitz, August 2017

Werte Einwohner,

wenn das nächste Amtsblatt erscheint, ist die Bundestagswahl und die Bürgermeisterwahl bereits Geschichte. Wahlen sind immer wichtig und ich werbe, seit dem ich auf dem Bürgermeisterstuhl sitze, aus gutem Grund für eine hohe Wahlbeteiligung. Wählen – das ist eine der vorrangigsten demokratischen Errungenschaften eines freien Landes. Zur hohen Wahlbeteiligung rufe ich auch dieses Mal wieder auf. Deutschland hat einen der höchsten Lebensstandards der Welt und es ging diesem Land insgesamt wohl selten oder noch nie so gut wie jetzt. Ich möchte hier nicht alle Erfolge aufzählen. Ein Erfolg ist aber sicher die Arbeitsplatzsituation. Wenn ich da 10 Jahre zurückdenke, fällt mir die Unzufriedenheit der Leute ein, die keine Arbeit hatten. Viele kamen sich unnütz oder minderwertig vor. Diese Situation ist vorbei und dieser Zustand bleibt hoffentlich noch lange erhalten.

Die Unzufriedenheit ist aber immer noch da. Sicher auf einem anderen Gebiet und teilweise auch berechtigt. Die Unterschiede zwischen den Reichen, dem Mittelstand und der finanziell schwachen Bevölkerungsgruppe ist zu groß. Bei welchem Einkommen eigentlich welche Gruppierung beginnt bzw. endet, können wohl nur die Statistiker sagen. Fakt ist, dass die Politik hier endlich Stellschrauben in Gesetzestexte bringen muss, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Das aber wiederum mit Bedacht und Durchdacht. Durch laute Forderungen im Wahlkampf ist dem nicht Rechnung getragen. Wenn man Geld in Größenordnungen verspricht, um vielen Wählern zu imponieren, ist der wirtschaftliche Höhenflug auch bald zu Ende.
Wichtigstes Ziel dieser Wahl sollte sein, das in den letzten 10 Jahren Geschaffene zu erhalten. Verbesserungen auf vielen Gebieten sollten parallel einhergehen, aber bitte durchdacht und mit Augenmaß, um Erreichtes nicht kaputt zu machen. Ich halte es da persönlich mit einem klaren Grundsatz: Geld, das man ausgeben will, muss man erst einmal verdient bzw. eingenommen haben.
Gleiches, wie für die Bundestagswahl, gilt wohl auch für unsere Gemeinde. Wir haben in den nächsten Jahren Verschiedenes vor. Insbesondere die erfreulicherweise notwendigen Erweiterungen unserer Kindereinrichtungen in den nächsten 2 bis 3 Jahren sollten Vorrang haben. Das sind Investitionen in die Zukunft. Auch gemeindlich wird es immer schwieriger, vorrangig das Notwendige, Ausreichende und trotzdem Schöne und Attraktive zu machen und sich dem kostenintensiven Wunschdenken verschiedener Behörden entgegenzustellen. Oftmals gibt es für dieses Wunschdenken gar keine rechtlichen Grundlagen, verschiedene Forderungen werden aber an die Gemeinde gestellt.

Viele unserer Einwohner meinen, für mich gibt es im letzten halben Jahr ein gemütliches Austrudeln. Dem ist auf keinen Fall so. Neben dem Durchsetzen nach wie vor vorhandener Ideen, benötige ich über die Hälfte meiner Zeitaufwendungen um Widersprüche, Gegendarstellungen und Widerlegungen gegen Entscheidungen von oben zu verfassen. Ein über Jahrzehnte erworbenes tiefgründiges Verwaltungswissen und ständiges Studium von Gerichtsurteilen auf verschiedenen Sachgebieten helfen dabei. Als ländlicher Bürgermeister steht man häufig mit Fachleuten unterschiedlicher Gebiete im Disput, muss sich mit unterschiedlichen Themen auseinander setzen und versuchen, den Gemeindewillen durchzusetzen. Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als auf fast allen Gebieten voll „im Stoff“ zu stehen.

Zurück zum Ausgangspunkt heißt das: Weiterentwicklung ja, aber mit Augenmaß. Genauso wichtig ist: das Erreichte erhalten. Beides ist kein Selbstläufer für unsere Gemeinde, aber ganz, ganz wichtig. Ich habe es an dieser Stelle schon häufig erwähnt – die kommunale bzw. gemeindliche Selbstverwaltung wird in diesem Land immer mehr abgeschafft. Das kann man sicher so hinnehmen oder man kann sich dagegen wehren. Mit Beharrlichkeit, Kraft und Wissen gelingt das auch hin und wieder. Auf welchen Gebieten haben wir unsere Probleme: Schule, Bahnhöfe, Bebauungspläne, Baugenehmigungen, Landschaftspläne, Unkrautbekämpfung, Gebietsreformen u. a. Schaffen wir das?

Nächste Woche sind die großen Ferien vorbei. Die Straßen werden wieder voller und – Achtung Kraftfahrer – es sind dann wieder viele Kinder unterwegs.

Mit den Feierlichkeiten geht es bis zum Oktoberfest auch weiter. Samstag, den 26. August (heute?) ist Hahnrupfen in Papitz, am 9./10. September Kirmes in Gulben, aber auch das Brandenburgdorffest in Raddusch. Vielleicht schaffen Sie ja beides. Am 16. September feiert Krieschow Oktoberfest. Ja und dann ist schon Wahltag. Machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch, die Entwicklung unseres Landes und unserer Gemeinde mitzubestimmen.

Ein schönes Wochenende
Ihr Bürgermeister
Fritz Handrow

 



Amtsblatt Kolkwitz, Juli 2017 Werte Einwohner, nach langer Trockenphase war Folgendes festzustellen: Das Gras bzw. die Rasenflächen sind (waren) verbrannt, das Unkraut aber sprießte deutlich erkennbar weiter. Es lohnt nicht zu mähen, meinten viele. Ich sage, es lohnt doch, nämlich vor dem Aussamen des Unkrautes. Lasse ich dieses Aussamen zu, habe ich bald gar keinen Rasen mehr, sondern nur noch Unkraut. Die Gemeinde hat es nicht in jedem Fall, aber doch in den meisten Stellen hinbekommen. Warum ich das hier schreibe? Auch vor den meisten Grundstücken wuchert Unkraut. Noch kann man das wohl so bezeichnen, aber auch hier sind Erfinder oder Schützer schon unterwegs und wollen das Wildkräuter nennen. Also, ich möchte Sie einfach bitten, mit dem Mähen dran zu bleiben. In der Rubrik Unkrautbekämpfung bekommen wir alle gemeinsam in der Zukunft ohnehin richtige Probleme. Es ist der Gemeinde fast ausschließlich untersagt worden, chemische Unkrautbekämpfungsmittel einzusetzen. Es könnte vom Gehweg in den Regenwasserkanal gespült werden und irgendwo vielleicht im Grundwasser landen. Glyphosat darf also von uns nicht verwendet werden. Es ist zwar noch nichts nachgewiesen und welchen Verdünnungsfaktor hat das Zeug eigentlich im Kanal, im Graben oder auch im Grundwasser? Man sollte mit Sicherheit auf gesundheitsgefährdende Situationen achten und gegen diese auch Maßnahmen einleiten. Sind hier aber bisher nicht nur Vermutungen Ursache der Verbote? Egal wie man es betrachtet, das Unkraut wird künftig also mehr denn je sprießen, auch wieder vor Ihrem Grundstück. Jetzt gibt es wieder die zwei Möglichkeiten. Viele sorgen jetzt schon ständig für Sauberkeit vor ihrem Grundstück, einige nicht. Chemie geht nicht mehr und der gemeindliche Bauhof wird es nicht mehr schaffen. Also machen alle mit, um unsere Dörfer in einem ordentlichen Zustand zu halten oder wir sind als Gemeinde gezwungen, Firmen zu beauftragen, was nicht ganz billig ist. Diese Kosten werden dann aber auf rechtlicher Grundlage auf die Anlieger umgelegt. Das ist wieder für jeden Einzelnen nicht ganz billig. Vielleicht erkundigen Sie sich mal in den ländlich geprägten Stadtteilen von Cottbus. Gleiches gilt übrigens auch für den Winterdienst. Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Freistellung von den Kitagebühren. Ein vor jeder Wahl wiederkehrendes Thema, aber keiner sagt, wie finanziere ich das. Das ist ganz einfach Wahlkampfshow. Für jede Leistung muss ich etwas bezahlen. Warum gerade für die Betreuung meines Kindes nicht? Man könnte aber mal darüber nachdenken, die Betreuung der Kinder über 6 Stunden hinaus finanziell zu deckeln, wenn schon Geld da ist. Eltern, die ihre Kinder 8 oder gar 10 Stunden in einer Einrichtung belassen, machen das mit Sicherheit nicht, weil sie ihre Kinder nicht mögen. Entweder ergibt sich eine so lange Betreuungszeit aus Arbeitsplatzgründen oder es mangelt an Omas und Opas. Ich denke, hier wäre ein finanzieller Ausgleich sinnvoll. Im Übrigen muss auch die Gemeinde die lange Betreuungszeit aus eigener Tasche bezahlen.Seit Jahren freuen sich alle über steigende Geburtenzahlen. Das ist auch ein toller Grund zur Freude. Die Gemeinde, hier das Einwohnermeldeamt, teilt diese Geburten einschließlich der Gesamteinwohnerzahl auch regelmäßig dem statistischen Landesamt mit. Trotzdem streiten wir seit fast 3 Jahren über die von uns abgeforderten Zahlen bezüglich der angestrebten Schule mit übergeordneten Behörden rum. Seit ein paar Wochen nun werden diese anerkannt. Entweder hat das Landesamt einige Zahlen in den Skat gedrückt oder jemand nimmt diese Zahlen nicht so ganz ernst. Denn jetzt kam es ganz schlimm. Die Bertelsmannstiftung hat eine neue Prognose herausgegeben und alle sind wie aufgestachelt. Dass Schulen fehlen, behaupten wir hier schon seit 3 Jahren. Dass Lehrer fehlen, ist allgemein bekannt. Dass aber vielmehr Schulen und Lehrer fehlen, hat nun Bertelsmann ermittelt und alle sind überrascht. Wer hätte auch gedacht, dass die Kinder aus den Erweiterungen der Kindertagesstätten, die es reichlich gibt, irgendwann auch mal zur Schule kommen. Na so eine Überraschung! Diese Entwicklung wird hier im Osten in den nächsten Jahren voraussichtlich stagnieren. Ab 1991 wurden sieben bis acht Jahre 30 bis 40 % weniger Kinder geboren, also sind auch genauso viele Frauen nicht da, die jetzt Kinder bekommen würden. Ein gewisser Ausgleich wird sich sicher durch die Flüchtlingskinder ergeben. Diese Zahlen kenne ich aber nicht. Auf alle Fälle gibt uns die Bertelsmannprognose neue Hoffnung für unser Schulvorhaben. Tolle Veranstaltungen haben wir im letzten Monat wieder in Kolkwitz erlebt. Wer zur Folklorelawine war, wird sein Kommen nicht bereut haben. Viele Leute, Teilnehmer aus 12 Ländern, Superstimmung – so konnte man die Veranstaltung zusammenfassen. Danke an alle Helfer, besonders aber an unsere Hauswarte im Kolkwitz-Center, an die Kinder der Grundschule Krieschow, die Tanzgruppe Ströbitz und an die/den Trachtenverein(e) Papitz – Gulben, die auch bei der nächsten hier genannten Veranstaltung eine wichtige Rolle spielten: Die Fahrradkonzerttour. Über 500 Teilnehmer waren überrascht, was Kolkwitz für herrliche Ecken hat. Geholfen haben hier noch der Bauhof, der auf der gesamten Strecke nachgewiesen hat, was Kolkwitz für ein schönes und ordentliches Dorf ist, an Pfarrer Natho, der hervorragend die Geschichte über Kleist und seine Verbindung zur Gemeinde vorgetragen hat und an die gesamte Kirchengemeinde, die eine Topversorgung an der Abschlussstation Kirchhof Kolkwitz gewährleistet hat. Solche Veranstaltungen stehen unserer Gemeinde sehr gut zu Gesicht. Sie haben davon gehört oder gelesen. Die Feuerwehrauswahl der Lausitz hat bei der Feuerwehrolympiade in Österreich die Silbermedaille gewonnen. 2 Starter kamen aus unserer Gemeinde, Rick Heyne aus Klein Gaglow und Eric Frey aus Kolkwitz, beide Feuerwehr Klein Gaglow. Eine tolle Leistung und ein enormes Training steckt dahinter. Meinen herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille.Wie geht es weiter? Ich kenne: Sportfest Kunersdorf, Bauernfest Krieschow (19.8.) und Hahnrupfen Papitz (26.8.). Viel Spaß dabei! Einen schönen Urlaub und ein schönes Wochenende wünscht Ihr Bürgermeister FritzHandrow

AMTSBLATT KOLKWITZ - Juni 2017 - Seite 24 
 

Werte Einwohner,

unsere Dörfer sind in Feierlaune. Immer mehr Interessierte nehmen an den verschiedensten Festen der Dörfer, Vereine und Institutionen teil. Neben allen schönen Dingen, die ein solches Fest mit sich bringt, zeigt die große Teilnehmerzahl vor allem eines: Der Wunsch nach Gesellschaft und Kommunikation wird größer. Sei es, um Alltagsstress abzubauen, um Probleme, mit denen man allein nicht klar kommt, mit anderen zu diskutieren oder einfach nur um fröhlich zu sein. Es ist schön, dass sich immer mehr bewusst werden, dass sie nicht einsam auf einer Insel leben.

Feiern und Jubeln dürften jetzt vor allem unsere Fußballmannschaften aller Vereine. Keine einzige Mannschaft ist abgestiegen. Doch es gab richtige Erfolge. So möchte ich an dieser Stelle den Krieschowern zur Brandenburgmeisterschaft und zum Aufstieg in die Oberliga und der Mannschaft von Fichte Kunersdorf zum Gewinn des Kreispokals herzlich gratulieren. Von „Nichtfußballern“ wird häufig unterschätzt, welcher ehrenamtlicher Aufwand erforderlich ist, um solche Erfolge zu erzielen. Allen alles Gute für das kommende Spieljahr. Weitere Erfolge konnten auch andere Sportarten und der Nachwuchsbereich erzielen. Dazu finden Sie aber gewöhnlich im Amtsblatt entsprechende Bilder und Artikel.

Viel Kraft und Aufwand kostet uns weiterhin der Kampf um Bahnhöfe und Schule. Vorschläge unsererseits werden in Potsdam immer wieder abgelehnt, weil diese angeblich nicht realisierbar sind. Dieses Thema entwickelt sich allmählich zu einem wahren Schildbürgerstreich. In der vorigen Woche wurde ein neues Schienen- und Verkehrskonzept für die nächsten 5 Jahre in Brandenburg vorgestellt. Was unsere Bahnhofsinitiative (Gemeinsam mit Raddusch) verblüffte, waren Regelungen für andere Zugverbindungen, denen genau die Möglichkeiten eingeräumt wurden, die vor kurzem noch Vorschläge der Initiative und deren fachlicher Berater zur Realisierung der drei Halte waren und als nicht durchführbar abgelehnt wurden. Was hat ein Anwesender so klar und deutlich gesagt: Ein tolles Schienenwegkonzept, das in Brandenburg Halte an jeder Milchkanne ermöglicht. Nur in Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz geht das nicht. Wer eigentlich steht hinter der ständigen Verhinderung dieser Bahnhöfe? Eine Lobby, die 4 Minuten schneller in Berlin sein will?
Ich verspreche Ihnen, wir bleiben dran.

Ich werde bei jeder Gelegenheit gefragt, wer und was kommt nach dir? Wen soll ich wählen? Ich kann nur raten, eine der vielen Vorstellungsveranstaltungen der derzeit zwei Kandidaten zu nutzen, um Ihre Fragen zu stellen. Von den bisherigen 6 Einwohnerversammlungen in 6 Ortsteilen wurde davon reichlich Gebrauch gemacht. Gestern war übrigens die Einwohnerversammlung in Kolkwitz. Na, da gewesen oder verpasst oder desinteressiert? Letzteres sollte man nicht sein.

Die Feste und Erfolgsfeiern in unserer Gemeinde gehen weiter. Heute, am Samstag, ist die Feuerwehrkreismeisterschaft in Hänchen am Weinberg, im Kolkwitz-Center um 10.30 Uhr die Kita-Olympiade. Morgen feiert eine höhere politische Persönlichkeit unserer Gemeinde einen runden Geburtstag. Dazu von mir und ich glaube auch im Namen vieler unserer Bürger, meinen allerherzlichsten Glückwunsch.
Am 1. Juli feiert der Fußballkreis Niederlausitz sein 25-jähriges Bestehen in Kunersdorf. Warum bei uns? Vielleicht ist es auch eine kleine Anerkennung, für das was hier geleistet wird. Eine knapp zehntausend Einwohner zählende Gemeinde hat eine Oberliga-, eine Landesliga- und zwei Kreisoberligamannschaften. So etwas kommt nicht von ungefähr. Das gibt es wohl nicht einmal in den an Wirtschaftskraft und Sponsoring reicheren Randberliner Gemeinden.
Einen Tag später, am 2. Juli, gibt es eine interessante Kirchenveranstaltung in Eichow. Warum in Eichow? Na weil wir dort einen Lutherweg haben, was bietet sich in diesem Jahr mehr an. Am 8. Juli feiert der Bunkerverein sein 50-jähriges Jubiläum (Tag der offenen Tür) und am 9. Juli startet erstmals in Kolkwitz die Folklorelawine. Mit Sicherheit eine Veranstaltung, die ihre Anziehungskraft nicht verfehlen wird. Am 16. Juli erreicht Kolkwitz wieder eine für hier neue Veranstaltung – die Fahrradkonzerttour, die zum 5. Mal stattfindet. Eine große Radfahrergruppe fährt ab Cottbus über Zahsow, Gulben, Papitz, Dahlitzer Teich, Kolkwitz Kirche wieder zurück nach Cottbus. An jedem genannten Ort wird Rast gemacht und es gibt einen kleinen musikalischen Leckerbissen verschiedenster Art. Mehr dazu in der Presse.
Dann ist wohl 2 Wochen Sommerpause, bevor es Anfang August weiter geht.

Zum Schluss noch meine herzlichsten Glückwünsche an alle Jugendweiheteilnehmer und Konfirmanden. Ich hoffe, Ihr seid Euch bewusst, dass dieser Lebenshöhepunkt nicht nur wegen der Geschenke stattfindet. Es ist ein Ereignis, zu einem Zeitpunkt, wo man schon ernsthaft über sich und die Welt nachdenken darf (muss) und wo man gedenkt, sich einzuordnen. Für Eure Urgroßeltern war die Zeit danach noch oftmals der Beginn des Arbeitslebens.

Bis dahin viele erholsame Feste, schönes Wetter und gute Erholung.


Ihr Bürgermeister
Fritz Handrow

 



AMTSBLATT KOLKWITZ - Mai 2017 - Seite 24 

Werte Einwohner,
 
am letzten Sonntag wurde im Rahmen des Dorffestes die rekonstruierte und mit einem Anbau versehene „alte“ Schule in Babow als Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. Damit schließt sich allmählich der Kreis in unseren Dörfern. Wiesendorf folgt in wenigen Tagen, Gulben in wenigen Wochen und dann fehlt nur noch Hänchen. In Kolkwitz, Kunersdorf und Klein Gaglow gibt es solche Häuser in dieser Form nicht. Dafür aber großzügige Räume in den Feuerwehrhäusern und ausgebaute Sportlerheime, von denen einige auch als Gaststätte betrieben werden. Beides sollte auch für alle gesellschaftlichen Gruppen der Ortsteile nutzbar sein. Kunersdorf ist dafür ein Vorzeigebeispiel. Feuerwehr, Kleintierzuchtverein, Chor und andere Gruppen stimmen sich prima über die Raumnutzung ab und es funktioniert. Manche Ortsteile haben sogar noch das Glück über Gaststätten zu verfügen. Diese sollte man vor allem nutzen, gerade für private Feiern, solange sie noch da sind. Das gilt allerdings wieder für alle Ortsteile. Das Argument, in unserem Ortsteil gibt es keine Gaststätte, zählt nicht. Die wenigen Kilometer zu gewünschten Lokalitäten sind heute kein Problem mehr. Das zeigen uns die Familienfeiern von Einwohnern aller Ortsteile im Heissen Stein, im Böhmischen Rasthof, im Hotel Irmer, in der Eisenbahn, in der Koselmühle, im Bowlingcenter und in Limberg. Manche feiern auch in Cottbus, Burg oder anderswo. Wie man sieht, die Entfernung scheint keine Rolle zu spielen. Das Hauptargument der Gemeindevertreter und der Verwaltung dazu heißt, wir geben keine Millionen aus, um private Feiern zu billigen Kosten zu ermöglichen, sondern um das dörfliche Leben zu fördern. Bei rechtlicher Betrachtung handelt es sich auch ganz schnell um eine „schwarze“ Gastronomie, da die Wettbewerbsbedingungen gegenüber Pachtgaststätten verzerrt werden. Im Babower Dorfgemeinschaftshaus, übrigens auch mit Gaststätte, wünschen wir für jegliche Nutzung gutes Gelingen.

Etwas Wirbel gab es bei Grabenreinigungsarbeiten in Kackrow. Verständlich, dass Bürger, die sich vor Jahren an Pflanzungen an Grabenrändern beteiligt haben, enttäuscht sind, wenn die inzwischen stattlichen Büsche teilweise entfernt werden. Nach 1990 wurde viel gepflanzt, aber leider fast immer ohne Abstimmung und ohne den Flächeneigentümer einzubeziehen. Solche Uferbereinigungen wird es immer wieder geben, weil die Gräben für eine Reinigung und Pflege einfach zugänglich bleiben müssen. Haben alle schon die Hochwasser 2009 und 2011 vergessen? Dann ist der Wasser- und Bodenverband der „böse“ Verband, weil er ja schon jahrelang nichts gemacht hat. Aber nicht nur Hochwasserzeiten liegen einer ordentlichen Gewässerpflege zu Grunde. Dazu können Sie bei Interesse auch einiges von den Nutzern der Äcker und Wiesen erfahren. Alternativ bliebe noch die Handarbeit mit Spaten und Schippe. Ich erspare mir hier, diesen Fall zu kommentieren. Im Übrigen gibt es abgestimmte Jahrespläne und eine Informationsveranstaltung mit Begehungen einzelner Gewässer mit Verband und Gemeinde, die öffentlich bekannt gegeben werden und an denen jeder Bürger teilnehmen kann.

In verschiedenen Einwohnerversammlungen gab es Anfragen zur Kreisgebietsreform. Ich habe an dieser Stelle schon einige Male Erläuterungen abgegeben. Unfassbar für mich war die Meinung des Innenministers zur Bevölkerungsumfrage. Es waren ja nur 130000 von über 2 Millionen. Das stimmt so schon mal nicht, denn da gibt es viele unter 16 Jahren. Was mich aber schockiert hat, war die Ankündigung, die Unterschriftensammlung erst einmal auf Rechtzulässigkeit zu prüfen. Es haben 130000 Einwohner ihre Meinung zum Ausdruck gebracht. Darf man das schon nicht mehr?

Befürchtungen in dieser Richtung hege ich auch bezüglich unseres Schulbegehrens. Nach langem Kampf wurde festgestellt, dass es einen Schulbedarf gibt und die Zahlen der Gemeinde Kolkwitz nun doch gestimmt haben. Vor 6 Wochen noch gab es in einer gemeinsamen Sitzung der Bildungsausschüsse der Stadt Cottbus und des Spree-Neiße-Kreises durch die Stadtverwaltung die Auskunft, dass die vorhandenen Schulkapazitäten in der Stadt völlig ausreichend sind und auch das Umland mit abdecken. Keine 14 Tage später kann man in der Zeitung lesen, Cottbus fehlt allein für Cottbuser Kinder nicht nur eine Grundschule, sondern auch eine Oberschule und eine Kapazitätserweiterung an der Gesamtschule ist erforderlich. Für Kolkwitz gut, die Kreisabgeordneten haben eine weiterführende Schule in das Schulentwicklungskonzept aufgenommen. Aber wer meint, jetzt haben wir es geschafft, der irrt. Nachdem wir vor 2 Jahren ein Konzept im Bildungsministerium eingereicht haben, haben wir so gut wie nichts von dort gehört. Umso mehr überrascht war ich, dass kurz nach dem Kreistagsbeschluss sich bei uns ein Referatsleiter telefonisch gemeldet hat, um einen von mir gewünschten Termin im Bildungsministerium abzusagen. Argumente dazu waren: Der Termin muss mit einem größeren Teilnehmerkreis im Ministerium nochmals abgestimmt werden und dass es keinen terminlichen Druck gibt, da ein solcher Antrag auf Schuleröffnung eine Bearbeitungszeit von 2 bis 3 Jahren braucht. Ich war und bin geschockt. Was läuft hier eigentlich für ein Spielchen? Der Bedarf ist erkannt, die wichtigsten Beschlüsse sind gefasst, jahrelang beschäftigt sich damit so gut wie keiner, die neue Beschlussfassung des Kreistages bringt aber Bewegung in die Verantwortlichen. Allerdings nicht so, dass man uns unterstützen will. Wer hat da schon wieder an der Uhr gedreht und wie positionieren sich die verantwortlichen Behörden? Ich werde Sie zu diesem Thema auf dem Laufenden halten.

Unsere Gemeinde insgesamt ist aber erfüllt von Geselligkeit und Feierlaune. Die Feste beginnen. Kolkwitz hat demnächst Sportfest und dann haben wir noch eine für unsere Gemeinde neue Veranstaltung. Am Sonntag, dem 9. Juli erreicht uns eine Lawine. Die Folklorelawine mit Gruppen aus 12 Ländern und insgesamt über 300 Teilnehmern überrollt das Festgelände am Kolkwitz-Center. Diese Veranstaltung hat in den Jahren viel Anerkennung gefunden und große Besucherströme bewirkt. Selbstverständlich beteiligt sich auch unsere Region. Im Rahmenprogramm zeigen einige was unsere Kultur zu bieten hatte und zu bieten hat. Dabei sind die Schulkinder aus Krieschow, die Trachtentanzgruppe Ströbitz und natürlich unsere Traditions-Wenden aus Papitz und Gulben. Der Eintritt ist übrigens frei und ich hoffe, Sie begrüßen zu können. Kolkwitz lebt!

Eine schönes Wochenende und viele Erlebnisse in unseren Dörfern wünscht
Ihr Bürgermeister
Fritz Handrow

 



AMTSBLATT KOLKWITZ - APRIL 2017 - Seite 24
Papitz ist gutes Beispiel, wie das Dorfleben gelebt werden kann
Werte Einwohner,
die Papitzer haben eine tolle Leistung vollbracht. Nach etwa einjähriger Bauzeit wurde am 31.03.17 das rekonstruierte Dorfgemeinschaftshaus, der ehemalige Konsum, eingeweiht. Es wurden Fußböden und Wände heraus gerissen und neu aufgebaut. Deckenverkleidungen wurden angebracht, die Sanitärbereiche mit Fliesen versehen und umfangreiche Malerarbeiten sowie einige Innenausstattungen vorgenommen.

Zu über 80 % wurde alles in Eigenleistung der Papitzer vollbracht, die Gemeinde bezahlte das Material und die Elektroarbeiten. Eine solche Leistung bringt ein neues und intensives Zusammenleben in der Gemeinde, auch mit denen, die nicht helfen konnten, aber den vielen Helfern ihre Bewunderung aussprachen. Und noch ein sehr erfreuliches Resultat gibt es dabei zu melden. Die Jugend hat nicht nur geholfen, sie hat auch gleich noch ihren Jugendraum neu gestaltet, vom Fußboden bis zur Tapete.

Ich wünsche den Papitzern Spaß in ihren neuen Räumen und den vielen Hobby-Gruppen eine Menge Schwung bei den wöchentlichen Treffen. Das Ganze ist wieder einmal ein wunderschönes Beispiel, was man im dörflichen Leben so alles bewegen kann. Ich glaube, wir würden in unseren Dörfern noch einiges mehr bewegen, wenn man uns nur lassen würde.

Unschöne Dinge gibt es aber leider auch. Das Buchsbaumsterben oder besser, der Umgang damit, ist ein solches Beispiel. Abgestorbene Buchsbäume werden von der Abfallwirtschaft entsorgt, wenn es abgestorbenes und trockenes Holz ist kann man es auch verbrennen. Was man aber nicht kann – man kann es nicht und darf es nicht in die Grünabfallcontainer auf den Friedhöfen werfen. Einige haben den Buchsbaum ihrer Grundstücke leider so entsorgt. Die Folge: Die Container wurden uns nicht abgenommen. Unsere Bauhofmitarbeiter mussten also den Inhalt der Container durchsuchen und die Buchsbäume aussortieren. Keine schöne Arbeit, meine ich oder würde das jemand übernehmen?

Zurzeit ist es überall recht trocken. Das merkt man schon beim Garten umgraben. Irgendwann kommt aber das „große Wasser“ zurück. Die Ströbitzer werden keine Angst mehr vor einer Überflutung ihrer Grundstücke haben. Der Ströbitzer Landgraben wurde bezüglich seiner Abflussmengen noch einmal verbessert. Das aber heißt für uns, dass die in den letzten Jahren schon stattgefundenen Überflutungen in einigen Bereichen noch größer werden. Die Durchlässe im unteren Bereich des Landgrabens sind dafür einfach nicht groß genug. Einen Antrag zum Grabenausbau bis hinter Dahlitz haben wir schon lange gestellt, erste Erhebungen wurden auch schon gemacht, nun müsste es aber weitergehen. Was mich besonders dabei ärgert: Wenn wir als Gemeinde selbst etwas am Gewässersystem machen wollen, selbst um einen uralten Zustand wieder herzustellen, müssen wir Pläne und Gutachten einreichen, Genehmigungen von mehreren Stellen einholen, selbst für 100 Meter Entwässerung. Das ganze Verfahren ist oft teurer als die eigentliche Realisierung, oder irre ich mich. Kennt das Wasser die Grenze zwischen den Gemeinden etwa und braucht im Unterlauf keine Genehmigung? Hier ist sie wieder die Stelle: Wenn man uns lassen würde.

In letzter Zeit erreichen mich immer mehr Anträge zur Absetzung von Abwasser auf Grund eines überdurchschnittlichen Trinkwasserverbrauchs. Das liegt teilweise an defekten Leitungen oder auch an defekten Wasserunterzählern. Dabei stellen wir fest, dass es gar keinen Unterzähler gibt (das sollte sich wirklich jeder überlegen), dass er defekt ist, weil er schon 10 Jahre nicht geeicht wurde, dass er nie richtig funktioniert hat, weil die notwendige Kenntnis des Einbauenden nicht vorhanden war oder, oder …. Wir arbeiten deshalb gemeinsam mit der LWG daran, diesen unbefriedigenden Zustand zu ändern. Unser derzeitiger Vorschlag lautet, dass die LWG beim auswechseln des Hauptzählers den Unterzähler gegen eine geringere Gebühr gleichzeitig mit austauscht. Damit hätten Sie immer einen geeichten Unterzähler und sind auf der sicheren Seite bei der Absetzung von Abwasser durch nichteingeleitetes Trinkwasser. Bisher wurde unsererseits sehr kulant gehandelt. Das bisherige Verfahren war allerdings ausschließlich auf Vertrauen in die Angaben und auf Kulanz aufgebaut. Bei den sich häufenden Fällen ist das aber nicht mehr möglich. Sie wissen es ja selbst, Vertrauen zählt bei gerichtlichen Auseinandersetzungen nicht.

Morgen Abend bzw. am 1. Mai treffen sich in allen unseren Dörfern die Bewohner. Jährlich werden es bei günstiger Wetterlage mehr. Ein erfreulicher Zustand. Gute Unterhaltung und viel Vergnügen dabei. Man führt da halt auch schon mal Gespräche mit Leuten, die man eher sonst kaum trifft.

Ein schönes, verlängertes Wochenende wünscht
Ihr Bürgermeister
Fritz Handrow
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